Bestanden: 17 Teilnehmer bei der Rennleiter-Prüfung erfolgreich

Insgesamt 17 Teilnehmer zählte die Rennleiter-Schulung des DMC-Sportkreis West, die am Sonntag in Haltern am See stattfand. Sowohl Neulinge als auch "Nachschüler", deren Lizenz  abgelaufen ist, wurden von Heinz Kroezemann und Arno Püpke im Schulungsgebäude des ADAC-Fahrsicherheitszentrums Westfalen aus- und weitergebildet. Am Ende mussten die zwei Frauen und 15 Männer wie üblich eine Prüfung absolvieren, die nach erster Durchsicht alle bestanden haben. Nach der finalen Prüfung der Fragebögen durch den DMC-Präsidenten Norbert Rasch werden die Kandidaten in den kommenden Wochen ihre neue Rennleiter-Lizenz erhalten.

Zeitnehmer-Schulung "RCM" am 18. Februar am Nürburgring

Am Sonntag, 18. Februar 2018, findet eine weitere Zeitnehmer-Schulung für die Software-Familie "RCM", in erster Linie RCM Ultimate, statt, und zwar im Vereinsheim des MSC Adenau in Pomster unweit des Nürburgrings. Die Schulung, die von Uwe Baldes geleitet wird und vor allem für Interessierte aus dem DMC-Sportkreis Mitte ausgerichtet wird, beginnt um 10:00 Uhr und endet gegen 17:00 Uhr. Schulungs-Inhalte sind u.a. die Aufgaben eines Zeitnehmers, der Aufbau der Zeitnahme, Konfiguration von Hard- und Software, Vorbereitung eines Rennens, Renndurchführung, Nachbereitung und Ranglisten sowie Live-Timing. Anmeldeschluss ist am Mittwoch, 14. Februarr 2018, die Teilnehmerzahl ist auf zwölf Personen begrenzt. Die Anmeldung erfolgt einfach per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Link: DMC Mitte Zeitnehmer-Schulung Einladung 

Heinz Kroezemann: Rücktritt nach Eklat im DMC-Präsidium

Nach einem Eklat bei der Präsidiumssitzung des deutschen RC-Car-Dachverbandes DMC e.V. hat Heinz Kroezemann seinen Rücktritt vom Amt des Vorsitzenden im DMC-Sportkreis West erklärt. In der Sitzung des DMC-Präsidiums am 13. Januar sah sich Heinz Kroezemann, seit 2001 im Amt und damit dienstältester Vorsitzender der fünf DMC-Sportkreise, diversen Anfeindungen gegenüber dem Sportkreis West und auch gegenüber seiner Person ausgesetzt, so dass er schließlich seinen Rücktritt erklärte und die Sitzung vorzeitig verließ. „Ich möchte mir das nicht länger antun“, erklärte Heinz Kroezemann. An seinem Rücktrittsentschluss änderte auch ein Anruf des DMC-Vizepräsidenten Josef Dragani mit umfassender Entschuldigung nichts.

Die neuerlichen Anfeindungen hatten das Fass zum Überlaufen gebracht, der Rücktritt war letztlich die Konsequenz einer negativen Entwicklung der vergangenen Jahre. Nur eine Woche zuvor, am 07. Januar, war beim DMC-Sportkreistag West der Umgang des DMC-Präsidiums mit dem Sportkreis West im Allgemeinen und mit Heinz Kroezemann im Besondern thematisiert und diskutiert worden. So heißt im Protokoll im Bericht von VG-Referent Uwe Baldes: „Außerdem wünsche ich mir einen respektvolleren Umgang innerhalb des DMC. Wenn ich den teils respektlosen und teils unwürdigen Umgang mit unserem SK-Vorsitzenden Heinz Kroezemann – mit Abstand dienstältester SK-Vorsitzender – miterlebe, dann verstehe ich nicht, warum er das schon so viele Jahre macht bzw. mitmacht. Es drängt sich ohnehin der Verdacht auf, dass gerade der Sportkreis West, der im Vergleich zu den anderen SK´s ziemlich gut dasteht und in vielen Dingen der einzige ist, der die Dinge sauber abarbeitet und sogar auch die eine oder andere Vorreiter-Rolle einnimmt, unter dem Brennglas beobachtet wird und Steine in den Weg gelegt bekommt. Auch der Umgang des Präsidiums mit Arno Püpke, der sicher nicht alles richtiggemacht hat, ist respektlos und beschämend.“

Heinz Kroezemann, beim DMC-Sportbundtag mit der Goldenen Ehrennadel für seine Verdienste ausgezeichnet, wird sich auch weiterhin auf Sportkreis-Ebene einsetzen und all seine Erfahrungen aus 38 Jahren einbringen. „Trotz dieser negativen und auch schmerzlichen Erfahrungen werde ich dem Modellrennsport erhalten bleiben und mich weiterhin im Sportkreis West - wo nötig und vor allem gewünscht – engagieren“, sagt Heinz Kroezemann. Seine Aufgaben übernimmt Uwe Baldes als stellvertretender Vorsitzender im Sportkreis West. „Wir können Heinz Kroezemann nicht genug danken für all das, war er mit seiner zupackenden Art im Sportkreis West und innerhalb des DMC geleistet hat. Sein Rücktritt trifft uns schwer, und die Gründe sind einfach nur ärgerlich, aber allzu verständlich“, so Uwe Baldes. „Mit allen Referenten im Sportkreis West – Monika Geistmann, Silvio Böhmichen, Bruno Czernik und Rainer Wiesweg – sind wir uns einige, dass wir die sehr erfolgreiche und allseits geschätzte Arbeit ganz in seinem Sinne und unter dem Motto ‚Jetzt erst recht‘ fortführen werden, und dabei freuen wir uns auf seine Unterstützung."

DMC West: Gelungener Sportkreistag und viele Ehrungen

Einen überaus gelungenen und harmonischen Sportkreistag (SKT) erlebte der DMC West am ersten Sonntag des Jahres 2018. Über 40 Personen waren der Einladung des SK-Vorsitzenden Heinz Kroezemann nach Oberhausen gefolgt.

Zu den Höhepunkten der fünfeinhalbstündigen Versammlung zählten die zahlreichen Ehrungen. Nachdem Heinz Kroezemann, seit 17 Jahren Vorsitzender des SK West, bereits beim vergangenen Sportbundtag die DMC-Ehrennadel in Gold erhalten hatte, nahm beim SKT Josef Holl, über 34 Jahre Vorsitzender des MRC Alstaden Oberhausen, sichtlich gerührt die goldene Ehrennadel aus den Händen des SK-Vorsitzenden in Anerkennung (siehe Bericht) entgegen. Ebenfalls dem MRC Altstaden Oberhausen gehört Werner Vogel an, der für seine 40-jährige Mitgliedschaft im DMC ausgezeichnet wurde. Für 35 Jahre Mitgliedschaft im DMC erhielten Walter Weber (MCK Dormagen), Norbert Wiesmann (MC Dortmund) und Karl-Heinz Wilke (UFM-Racing Hennef) die DMC-Ehrennadel, für 25-jährige Mitgliedschaft Uwe Baldes (MSC Adenau), Stephan Melmer (RCRT Duisburg), Claus Nauth (MRC Alst. Oberhausen) und Stefan Nowicki (RC Haltern). Auch der MSC Adenau, bereits beim Sportbundtag ausgezeichnet, und der PMC Paderborn sind 25 Jahre im DMC, der MFK Kürten bereits 35 Jahre.

Neben den Berichten des Vorsitzenden Heinz Kroezemann sowie der Referenten Silvio Böhmichen (VG5), Bruno Czernik (EG, ORE), Monika Geistmann (Jugend) und Uwe Baldes (VG) sowie einem Rückblick auf den Sportbundtag nebst Diskussion zählte die Umfrage zur Situation in den anwesenden Ortsclubs zu den aufschlussreichen Tagesordnungspunkten. Nicht überraschend, schilderten fast alle Vereine ihre Probleme beim Personaleinsatz (Rennleiter, Zeitnehmer etc.), aber auch interessante Anregungen und erfreuliche Entwicklungen kamen in der interessanten Gesprächsrunde zu Tage, die alle Vereine noch ein Stückchen näher zusammenrücken ließ.

Schließlich konnte der fast komplette Terminkalender – 2018 finden u.a. fünf Deutsche Meisterschaften im Westen statt – sowie diverse neue Sportkreis-Bestimmungen verabschiedet werden. Am 21. Januar finden in Haltern sowohl die Rennleiter-Schulung als auch die Zeitnehmer-Schulung („RCM“ statt.

Übereinstimmend mit den Referenten und den Delegierten zog Heinz Kroezemann ein insgesamt positives Fazit nicht nur für diese konstruktive Versammlung, sondern vor allem für den gesamten Sportkreis West mit vielen engagierten Vereinen und Fahrern sowie einem vorbildlichen Geist der gegenseitigen Unterstützung.

Links: Protokoll DMC SKT West | Termine DMC West 2018 | Laudatio Josef Holl    

Josef Holl mit der DMC-Ehrennadel in Gold ausgezeichnet

Josef Holl, 34 Jahre lang Vorsitzender des MRC Alstaden Oberhausen, ist mit der Ehrennadel in Gold des Deutschen Minicar-Clubs (DMC) ausgezeichnet wurde. Der sichtlich gerührte 86-Jährige nahm im Rahmen des DMC-Sportkreistages West in Oberhausen aus den Händen des SK-Vorsitzenden Heinz Kroezemann die goldene Ehrennadel und die Urkunde sowie einen Präsentkorb entgegen. Die Laudatio wurde vom VG-Referenten Uwe Baldes gehalten, der auch den Vorschlag zur Ehrung eingebracht hatte:

Begonnen hat alles Ende der Siebzigerjahre, als er seinem Sohn Hans-Peter ein 1:8-er Elektroauto schenkte. Fortan gesellten sich Vater und Sohn zu den 1:8-er Verbrenner-Fahrern, die auf dem Parkplatz am BERO-Center inmitten von Oberhausen ihre Runden drehten. Hans-Peter bettelte, bis der Papa ihm auch einen Verbrenner kaufte. Die Oberhausener Szene entwickelte sich schnell, Josef Holl verhandelte mit der Geschäftsführung des BERO-Centers, und tatsächlich, man durfte Löcher in den Asphalt bohren und eine erste Bretterbahn errichten, wenn auch wegen Flohmärkten, Autoslaloms, geparkten Autos etc. nur an einigen Sonntagen und manchem Samstagnachmittag.

Der Wunsch nach einer eigenen permanenten Rennstrecke wuchs rasch. Die Gründung des MRC Alstaden Oberhausen wurde von Josef Holl mitinitiiert. Es folgten Gespräche mit der Stadt Oberhausen, und schließlich bekam der MCR das Gelände am alten Förderturm direkt gegenüber dem BERO-Parkplatz zugewiesen. Jedes Vereinsmitglied zahlte 1.000 DM zum Bau der Bahn, zusätzlich wurde ein Darlehen aufgenommen, für das Josef Holl alleine bürgte. Zuerst war es nur die Strecke mit der markanten Steilkurve, ein gepflastertes Fahrerlager, ein Fahrerstand, ein Zelt zum Verkauf, aber die ersten Rennen wurden bereits ausgetragen. Längst war Josef Holl zum MRC-Vorsitzenden gewählt worden, immer häufiger kam seine Frau Wilma vorbei, kochte Kaffee und bot Kleinigkeiten zum Essen an. Der Ausbau der Strecke ging weiter, zwei überdachte Fahrerlager, Toiletten und vor allem die Grillhütte, die Kultstatus erreichte.

Die Strecke des MRC Alstaden Oberhausen wurde unter Führung von Josef Holl zum RC-Car-Mekka des Westens. Dies nicht nur wegen der vielzähligen Rennen meist unter der Rennleitung von Josef Holl, darunter auch zwei Europameisterschaften sowie insgesamt vier Deutsche Meisterschaften in VG8 und VG5. Besonders beliebt war das alljährliche Friedensdorf-Rennen mit über 100 Fahrern, bei dem alle Einnahmen gespendet wurden, sowie das 1:8-er Rennen unter Flutlicht und auch das Hallenrennen zu Silvester in der benachbarten Turnhalle.

Das Besondere: Oberhausen war Tag ein, Tag aus geöffnet, von morgens um 10:00 bis abends um 19:00 Uhr wurde gefahren, Elektro und Verbrenner, 1:10, 1:8 und 1:5. Es war jeden Tag mächtig Betrieb auf der Bahn, und Josef Holl war immer, jeden Tag da, und kümmerte sich, half hier und da, vor allem den Jugendlichen und den Neuen. Und wenn das Wetter was gegen das Fahren hatte, traf man sich trotzdem an der Strecke, in der Grillhütte, auf einen Kaffee, ein Bier, eine Frikadelle oder ein Stück Käsekuchen, natürlich von Wilma selbstgemacht. Und es war vor allem die herzliche Atmosphäre, für die Josef und Wilma gleichermaßen sorgten, mit der sie diesen Verein und die Strecke prägten.

34 Jahre lang war Josef Holl Vorsitzender des MRC Alstaden Oberhausen, der schnell auf über 100 Mitglieder anwuchs. Schon in den Neunzigerjahren hatte der MRC seinen ersten Internetauftritt, früh sorgte er für eine moderne Zeitnahme. 2013 übergab er die Führung an Jens Leyser, blieb aber für weitere Jahre als Kassierer des finanzstarken Vereins aktiv.

Auch mit 86 Jahren lässt ihn der Modell-Rennsport nicht los, so war er im vergangenen Jahr an der Seite seines unverändert aktiven Sohnes Hans-Peter bei Rennen in Bad Breisig, Velp, Dormagen und Hamm vor Ort, um Kontakte zu wahren und hier und da ein Schwätzchen zu halten. Das „Hallo“ ist bei jeder Begegnung groß wie eh und je.

Und auch wenn Josef Holl, der vor einem Jahr seine geliebte Wilma verloren hat, seit zwei Jahren nicht mehr Mitglied im DMC ist, gebührt Josef Holl, der mit seinem unermüdlichen Wirken den MRC Alstaden Oberhausen zu einem der erfolgreichsten und engagiertesten DMC-Ortsvereine gemacht hat und der den RC-Car-Sport im Westen über Jahrzehnte maßgeblich mitgeprägt hat, die späte, aber unzweifelhaft verdiente Auszeichnung mit der DMC-Ehrennadel in Gold.

Herzlichen Glückwunsch, Josef Holl, 1.000 Dank für alles und weiterhin gute Gesundheit!

DMC Nitro-West „Rookie of the Year“: David Kröger

Der erste DMC Nitro-West „Rookie of the Year” heißt David Kröger. Der 15-Jährige vom MRT Unna setzte sich in den zehn ausgetragenen Rennen souverän gegen Pieter Beekman vom EVMC Velp und Ben Klaus, ebenfalls vom MRT Unna, durch. Mit insgesamt sieben Jugendlichen in Wertung war der erstmals ausgerichtete „DMC Nitro-West Rookie-Cup“ auf Anhieb ein Erfolg.

Bei der traditionellen Meisterfeier im Rahmen des Nitro-West-Brunches in Oberhausen wurden Kröger, Beekman und Klaus mit den vom DMC gestifteten großen Trophäen ausgezeichnet und mit Applaus gebührend gefeiert. In der Addition der fünf besten Ergebnisse eroberte David Kröger mit 47,61 Punkten den ersten Platz, gefolgt von Pieter Beekman mit 35,95 und Ben Klaus mit 25,15 Zählern.

Bezeichnend ist, dass alle drei Talente die Söhne von RC-Car-fahrenden Vätern sind. Papa Thomas Kröger hat den Sender während der abgelaufenen zugunsten seines Sohnes mehr oder weniger an den Nagel gehängt, Papa Marcel Beekman ist Stammfahrer in der HC10 im Nitro-West-Masters, und Papa Andreas Klaus ist seit vielen Jahren in der VG8 am Start.

David Kröger, der über den Tamiya-Fighter-Cup gezielt an den Modellrennsport herangeführt wurde und beim Finale zum Nitro-West-Masters 2016 in Dormagen sein erstes VG8-Rennen bestritt, nahm in der Saison 2017 an allen zehn Rennen im Westen teil, die zum Rookie-Cup gewertet wurden, an vier Läufen zur Sportkreis-Meisterschaft West (VG8 Klasse 2) und an sechs Rennen zum Nitro-West-Masters (HC8). Dabei setzte sich der junge Shepherd-Pilot in eindrucksvoller Weise gegen die Routiniers durch und eroberte in zehn Rennen gleich neun Mal einen Podestplatz. Bei drei Rennen stand er als Sieger auf dem Podium, dreimal als Zweiter und dreimal als Dritter. Nur beim fünften NWM-Lauf in Velp schaffte er es als Achter nichts unter die besten Drei.

Der 15 Jahre alte Dortmunder, neben Papa Thomas meist auch von Mama Rosi unterstützt, krönte seine allererste komplette Nitro-Saison nicht nur als „Rookie of the Year 2017“ in der von DMC und von Nitro-West unterstützten Rennserie zur Nachwuchsförderung, sondern auch als Deutscher Jugend-Meister in der VG8 Klasse 2 bei der DM in Bad Breisig sowie als 1/8-Champion in der ProStockSeries beim PSS-Finale in Ettlingen.

Erst die Einführung des „DMC Nitro-West Rookie-Cups“ veranlasste Marcel Beekman, seinen Sohn zum Einstieg ins Nitro-West-Masters zu überreden. Mit seinem Shepherd war der 17-Jährige aus dem niederländischen Renkum bei allen sechs Rennen am Start und etablierte sich zunehmend in der Spitzengruppe der hartumkämpften HC8. Fünf Mal fuhr der Einsteiger ins Finale, bei den beiden letzten Rennen verpasste er jeweils als Vierter nur knapp das Podium und erkämpfte sich damit am Ende noch den zweiten Platz im Rookie-Cup.

Ben Klaus war in der ersten Saisonhälfte bei allen Rennen dabei, musste dann jedoch vier Läufe auslassen. Der 15 Jahre alte ARC-Pilot aus Iserlohn feierte schon beim zweiten Rennen mit Rang drei einen Podiumserfolg und schaffte es gegen die starke HC8-Konkurrenz bei drei von sechs Rennen ins Finale.

Nachdem der „DMC Nitro-West Rookie-Cup“ – den Jugendlichen wird bei allen Rennen das Nenngeld erstattet – auf Anhieb erste Früchte getragen hat, soll die gemeinsame Nachwuchsförderung auch 2018 fortgesetzt werden.

Links: Punktetabelle  

Heinz Kroezemann mit der DMC-Ehrennadel in Gold ausgezeichnet

1979, also vor 38 Jahren, begann er mit dem Modell-Rennsport, traditionell in der Verbrenner-Glattbahn-Klasse 1:8. Nur ein Jahr später, 1980, war er Gründungsmitglied des Modell-Auto-Club (MAC) in Duisburg´s bekanntem Stadtteil Walsum. Im gleichen Jahr ist er dem DMC beigetreten. Es folgte der Bau der permanenten Rennstrecke des MAC Walsum, auf der nicht nur unzählige regionale Rennen stattfanden, sondern auch einige Deutsche Meisterschaften und sogar Europameisterschaften. Über viele, sehr viele Jahre war er Vorsitzender des MAC Walsum, und er ist es heute noch.

Nie hat er den Bezug zu den Aktiven verloren, denn er ist bis heute selbst aktiv, fuhr allein in diesem Jahr zehn Rennen in der VG8. Dreimal wurde er Deutscher Meister, holte den 40-Plus-Titel sowohl 2002 in der 1:12 Expert Klasse als auch 2003 und 2004 in der 1:10 Elektro-Tourenwagen breit Klasse. Anfang November wurde er als 60-Plus-Champion im Nitro-West-Masters geehrt. Sein Spaß beim RC-Car-Fahren ist so groß wie eh und je, vielleicht sogar noch größer. Denn weil er nun im Ruhestand ist – was man aber wirklich nur für seinen Beruf gilt –, ist er mit dem eigens angeschafften Wohnwagen – begleitet von Ehefrau Rosi – nun bei jedem Rennen bereits am Freitagnachmittag der Erste an der Rennstrecke. Es können gar nicht genug Runden sein, die er dreht. Und er kann sich auch heute noch mächtig ärgern, wenn es mal nicht nach Wunsch läuft.

Genauso groß ist sein Engagement als Vorsitzender des Sportkreises West. 2001, also vor mittlerweile 16 Jahren, hat er dieses Amt von Horst Glowatzki übernommen. Er ist der dienstälteste Sportkreis-Vorsitzende im DMC. Und mit genau so viel Engagement, wie er noch immer zum Sender greift, leitet er auch den Sportkreis. Er ist an allen Fronten aktiv, hat einen engen Draht zu all seinen Referenten, zu den Vereinen und zu den Fahrern, in allen Klassen. Er ist immer ansprechbar, hilft, wo immer Hilfe gefragt wird oder vonnöten ist. Sein Sportkreis „3“ steht verdammt gut da, und das ist zu einem hohen Grad sein Verdienst. Nebenbei ist er auch noch Ausbilder der Rennleiter.

Am 20. November feierte Heinz Kroezemann seinen 65. Geburtstag.

Seine letzte Ehrung im DMC liegt unglaubliche 21 – in Worten: einundzwanzig! – Jahre zurück, 1996 erhielt er die DMC-Ehrennadel in Bronze. Eine weitere Ehrung für all seine Verdienste um den Modell-Rennsport und um den DMC war also absolut überfällig. Die – von Uwe Baldes vorgeschlagene – Auszeichnung mit der DMC-Ehrennadel in Gold im Rahmen des DMC-Sportbundtages Ende November in Hann. Münden  ist aufgrund seines überaus langen, großen und erfolgreichen Engagements mehr als verdient.

Herzlichen Glückwunsch und ein fettes Danke, Heinz Kroezemann! 

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